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| Auszug (In Usbekistan) |
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...Ich schob die Katze von meinen Füßen und ging in die Küche. Hastig duschte
ich, und horchte dabei ständig auf Geräusche. Jeden Moment rechnete ich damit,
dass die Mutter oder eine der Schwestern in die Küche platzten. Oder, noch
schlimmer, Arkans Vater. Anschließend schminkte ich mich in meinem Taschenspiegel.
Mein Auge schimmerte gelb, doch das ließ sich mit einem Abdeckstift und etwas
Lidschatten kaschieren. Ich tuschte die Wimpern und trug etwas Lippenstift
auf. Ich wollte hübsch sein, wenn wir in die Stadt fuhren. Arkan war inzwischen aufgewacht. In Jeans und Latschen hockte er vor seiner Reisetasche, in der Hand zwei Hemden, ein blaues und ein weißes. "Nimm das blaue, das steht dir gut", sagte ich und breitete mein Handtuch über den einzigen Stuhl. Ich schlüpfte aus meinem Bademantel und zog eine Unterhose über. "Machst du ihn mal zu?", fragte ich, augenzwinkernd, und hielt Arkan meinen BH hin. Im nächsten Moment sah ich eine Hand auf mich zufliegen. Der Schlag kam unvermittelt. Ich konnte ihm nicht ausweichen, stolperte, fiel und schlug mit dem Kopf gegen die Wand.
"Wie benimmst du dich!? Und wie siehst du überhaupt aus?", brüllte Arkan.
Benommen sah ich auf, starrte Arkan an, zu Tode erschrocken.
"Wie eine Nutte siehst du aus!", schrie er. "Angemalt, als wärst du in einen
Tuschkasten gefallen." Beinahe hätte er vor mir auf den Boden gespuckt.
Mir schossen die Tränen in die Augen. Mein Gesicht tat weh und mein Kopf.
Eine bodenlose Wut packte mich. "Ich habe mich hübsch gemacht. Für dich! In
Deutschland habe ich mich jeden Tag geschminkt, und es hat dir gefallen!"
"Wir sind hier nicht in Deutschland. Ich will nicht, dass meine Frau sich
schminkt wie ein Flittchen!" Unvermittelt hörten die Schläge auf. "Jomon", rief Arkan. "Du bist schlecht!" Und spuckte auf den Boden. Zusammengerollt wie ein Embryo, nackt und schutzlos lag ich da und weinte... |
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